Donnerstag, 29. November 2007

shop til you drop

neues land neues motto. wir kamen und kauften und kauften und kauften. in der altstadt- szene von hanoi sind wir schon bekannt wie ein bunter hund und unser skrupellose schnick- schnack- schnuck handeltechnik ist weit gefuerchtet. aber eins muss man uns lassen, seit wir hier sind hat die vietnamesische wirtschaft einen regelrechten boom erreicht.

zur abwechslung mal eines der dinge die wir nicht gekauft haben. obwohl dieses gebraeu sehr lecker aussieht wollte es einfach keiner von beiden probieren.



natuerlich haben wir es uns auch nicht nehmen lassen das beruehmte wasserpuppentheater in hanoi mit unserer anwesenheit zu begluecken. ihr seht, hier hat sogar stephi freunde gefunden.der abend war also ein voller erfolg.


unser fazit: den charme dieser stadt muss man einfach lieben.


einen kleinen sprung zurueck nach laos, denn diese bilder duerfen wir euch nicht vorenthalten. bombenkrater in phonsavan. andenken an amerikas "bekaempfung des kommunismus"- oder wie war nochmal die offizielle rechtfertigung dieses krieges?


ueberraschenderweise moegen die laoten die amis immer noch sehr gerne, is ja auch kein wunder bei dem ganzen metall das unsere westliche lieblingsgrossmacht so grosszuegig unter den asiaten verteilt hat. is echt kein scherz, unser guide hat uns voller stolz erzaehlt was es fuer tolle verwendungszwecke es gibt, fuer die massen an bomben die in laos leider noch immer gefunden werden. nicht nur jegliches besteck, schuesseln oder andere kuechenutensilien werden daraus hergestellt. hier ein paar beispiele:
metall ist ja bekanntlich viel pflegeleichter als holz, also warum nicht die hauser auf bomben bauen.
auch als schreibtafeln eignen sich die dinger offenbar sehr gut.


und mir persoenlich gefaellt am besten die variante: neues leben statt zerstoerung.

das mysterium der tonkruege. eines der ungeloesten raetsel der menschheit. man stelle sich eine menge hohler steinbrocken vor die seit ewigkeiten ganze landschaftsebenen belagern und keiner weiss warum sie da sind oder woher sie stammen. mag sich jetzt vielleicht nicht so prickelnd anhoeren, so hats uns dann doch sehr viel spass gemacht neue theorien zu erfinden oder den wahrheitsgehalt bereits bestehender geschichten zu analysieren.

unsere wenigkeiten bei dem versuch die steinchen zu zieren. wer sich uebrigems
fuer die schauermaerchen der grauen dinger interessiert, die varianten sind weitlaufig. vom schnapsglas grosswuechsiger urzeitmenschen bis zur bestattungsanlage eines juengeren koenigreichs. wir dagegeg sind einstimmig der meinung die asiaten wollten einfach auch mal sitzklos ausprobieren.

Donnerstag, 22. November 2007

Do it again

back again - hocken wir in der hauptstadt wieder am pult. die staedte in zentral und suedlaos abgeklappert - als da waeren: savanaketh, pakse und ein paar inselchen - muessen wir nun schleunigst schauen, dass wir noch visagerecht in vietnam eintrudeln. und da uns die nord-sued-route in vietnam doch besser scheint, gehts wieder ab in den laotischen norden hoch zur grenze. kaum uebers herz haben wirs gebracht, von den 4 thousand islands runter zurueck zu gehen - bei folgenden bilder verstaendlich, oder?

don det - eine insel ganz ohne fluessigen strom mit scharen von backpackern mitten im mekong. nach dem groessten von wasser umgebenen inselchen don khong, gefiel uns diese hier um einiges besser. in nem netten bungalow 4 tage lang uebernachtet mit blick aufs milchkaffeebraune wasser, kennen wir jetzt die wahre bedeutung des sprichworts:
"reif fuer die insel sein". nach so viel bisherigem stress ja wohl verstaendlich. hat da irgendjemand irgendwelche einwaende??

trotz verlockenden haengematten fast ueberall konnten wir unseren inneren schweinehund erfolgreich ueberwinden und sind zusammen mit monika, der wir hier zum 10 mal halb zufaellig wieder ueber den weg gelaufen sind, zu einer insel-erkungstour aufraffen, die doch laenger dauerte als gedacht. bei daemmerung heimwatscheln war nicht so ganz der plan...

wer glaubt auf einer mini-stromlosen insel gibts keine vollen travellerbars, taeuscht sich gehoerige. eine nach der anderen lockt mit abartigkeiten a la gegwaehlten, verstoerten affen die in bianca ihre neue mutter gefunden haben - verstaendlich, eine gewissen aehnlichkeit ist offensichtlich :-) - oder mit valium-paracteamol fruehstuecken, happyshakes und sonstigen scheuslichkeiten. gefallen hats uns wie immer trotz allem, hauptsaechlich aber der landschaft wegen.

nicht nur unsere milchig weisse haut veraendert sich, nein, auch unsere essgewohnheiten...sollte ein bus, pickup oder sonstiges gefaehrt einen kurzen stopp einlegen muessen, werden einem solche leckereien, zum fenster rein, energisch vor dem gesicht herumgewedelt.

europaeisches spaetmittelalter gepaart mit einer 90er jahre glotze per generator am flimmern gehalten - et voila : man habe das laotische hinterland. sobald die viereckige verdummungsmaschine langeweile hervorruft , macht die not, wie man unschwer am bildchen erkennen kann, erfinderisch. wer genauere infos braucht oder ein aehnliches model bestizen mag - anfragen werden wie immer schnurstracks per mail beantwortet.

daily life - so schauts aus. unsere taeglichen bananen gib uns heute und s'tuk-tuk wird bis aufs auesserste heruntergehandelt - ein guter start in einen besseren tag.

entschlossen, jetzt doch erst nach vietnam zu tigern, wollten wir uns mit diesem netten alten steinhaeufchen schon mal ein bisschen vorfreude auf das dann wieder fernere ankor wat holen. wats, vats oder thats sehen zwar langsam alle irgendwie ziemlich gleich aus, wobei dieser - vat phou - doch ne nette abwechslung war. stammt uebrigens aus dem 6. jhd und ist teil des khmer-reiches - hoho, ja wir lernen auch noch was!

mittlerweile doch sehr gepraegt von der asiatischen kultur konnte pink-lady bifi nicht anders als sich vorm orange-man anmutig niederzuwerfen - sollte sie konvertieren - ich halt euch auf dem laufenden.

steinalte ruinen, uralte baeume und ein maedel in der bluete ihrer jugend - so gesehen ein wunderbares interpretationsbildchen.

hochinteressiert wird ins roher gespaehnt - laokaffee, und wir wissen jetzt wie die braune strake bruehe allmorgendlich in unsere tassen wandert - was tut man nicht alles fuer die bildung...

forscherin finkbeiner und kollegin armbruster auf neuer expeditionsreise mit dem ziel das dollste herunterstuerzende waesserchen von ganz suedost-asien zu finden....

die wasser-reinheitsqualitaet ausfuehrlich geprueft und die hoehe und breite penibel genau bestimmt, kommen wir zu folgendem ergebnis: ganz huebsch, aber noch nicht das non-plus-ultra.
der vollstaendigkeit wegen wird der erfrischungsgrad in x metern entfernung zum erforschenden objekt zu einem der wichtigsten punkten unsere hochwissenschaftlichen arbeit erklaert - leider druchgefallen, so expertin B. Finkbeiner in vergangener versuchsausarbeitung.
der verdacht, landschaftlich der imposanteste zu sein auf dem ganzen laotischen bulvard-plateau koennen wir mit freude bestaetigen - somit waere die mission erfolgreich abgeschlossen, ein anderer grund koennte die langsam wachsende angst der experten sein, die schnauze bald voll von plaetscherndem wasser zu haben...

Dienstag, 13. November 2007

eine stadt aus gold: zwischen sonnenuntergaengen, tempeln und massenweise buddhas

ist das nicht schoen. der all-abendliche sonnenuntergang ueber dem menkong, welcher ubrigens zurecht den ruf traegt er waere der einzige in laos mit der faehigkeit sich zu bewegen. wir sind eindeutig der meinung: das stimmt! auf der anderen seite des ufers koennt ihr thailand sehen. dieses foto, sowie die folgenden entstanden alle in vientiane, der absoluten "magacity" oder auch hauptstadt von laos.
von diesem wunderschoenen plaetzchen aus kamen wir nur einige minuten spaeter in den freudigen genuss diesen atemberaubenden sonnenuntergang festzuhalten. leider waren unsere "can you please make a picture of us-bekanntschaften" wie schon so oft zuvor, nicht in der lage unseren anweisungen zu folgen. deshalb muesst ihr euch den menkong und die tief stehende sonne im hintergrund einfach denken und koennt euch ganz auf unsere huebschen gesichter konzentrieren.
new york, london, paris nehmt euch in acht....hier kommt vientiane. klein aber fein ist wohl das motto dieser 400.000 einwohner metropole, die damit stolz den titel tragen darf die groesste stadt des landes zu sein. zugegeben, hat ja auch seine vorzuege von einem ende der stadt zum anderen fast zu fuss gehen zu koennen.
und es war liebe....
na, wer findet den fehler?
das bedeutenste religioese und auch goldenste? goldigste? ,wie auch immer, auf jeden fall halt das nationalsymbol von laos. ich will euch jetzt nicht mit einzelheiten langweilen, aber war auf jeden fall ganz schoen anzuschaun.

katja, dieser sonnenuntergang ist jetzt nur fuer dich. aber mal unter uns, welcher is es denn eigentlich?

Freitag, 9. November 2007

Paradise City

in vang vieng oder auch unser paradies auf erden, es gibt dort alles was das abenteureherz begehrt, sind wir ganze 6 tage stecken geblieben. dort haben wir so dann diese berliner jungs aufgegabelt und mittlerweile verbringen wir heute unsern 5ten abend in vientiene, der laotiscehn hauptstadt, es gleicht jedoch eher freudenstadt, mit ihnen. was wir auf dem weg dorthin mal wieder erlebt haben, gibts wie immer hier.

ob feiern, tanzen oder in bars auf mit kissen vollgepackten liegeterassen filme schaun - die feieransprueche werden zur genuege gestillt, leider nur bis mitternacht offiziell, die laotische sperrstunde ist FAST unumgaenglich. kein leichtes fuer unsere verhaletnisse wieder um 00.00 uhr mit stechend-grellem licht aus der disco vertrieben zu werden- man fuehlt sich leicht an die wilden teenagerjahre erinnert. zum abschluss gehts dann noch auf ein deck auf dem fluss den abend gemuetlich ausklingen lassen :-D

wie gewuenscht bekommt mein micha hier unsern ausblick von der hauseigenen leseterasse zu gesicht - wie du siehst hab ich kein stueck uebertrieben :-).

wir haben unseren neuen lieblingssport entdeckt - TUBING. will heissen man setzt sich halb nackisch in nen gammeligen reifen und laesst sich 4 stunden den fluss runter treiben, unterbrochen wir das ganze von unzaehligen zwischenstopps in kleinen bars, die es dort en masse gibt - ein highlight fuer alle jungen partysuechtigen traveller ( wir habens gleich ganze 2 mal gemacht, aber selbstverstanedlich nicht hintereinander - wo denkt ihr hin! :-D).

naja und wie ihr uns so kennt, haben wir keine bar, kein schwingseil und kein bier verpasst, sodass wir letzten endes im dunkeln 2 stunden, im mittlerweile doch recht kuehlen wasser, bibbernd vor angst und kaelte aber immerhin zusammen mit englaendern singend "if you're happy and you know it ...." zurueck geschippert sind.

um unsere sportliche ereigniskette nicht zu unterbrechen, gings einen tag lang zum hot climbing an meterhohe waende (unter anderem auch grad 7!!!!!) direkt am fluss und nach geschafftem karabienerkuessen am ende des trails hat selbst sportskanone bibi ihre hoehneangst vergessen und konnte sich strahlend, voller stolz abseilen lassen.

so ganz ohne sichern tom- cruise-like wollten wir dann aber doch nicht die waende hoch...

beim trocknen vom erfrischenden aktionbad, das wir uns nach ner anstrengenden mountainbiketour reglich verdient hatten, haben wir diese suessen zwei fratzen aufgegabelt - oder besser wir wurden von den zweien dank zahlreichen obstbestechungsgeschenken unsererseits in ne aufregende hoehle inklusive wanderung geschleppt.

auf dem weg zum wenig turistischen caving durch reisfelder gewattet, ueber stacheldrahtzaeune gestolper haben wir keine photogelegentheit vor solch einzigartiger kulisse verpasst....

und schliesslich beim krackseln zwischen verspielten kidis, fliegenden fledermaeusen und zahlreichem kopfanschlagen gabs nen paar aufgeschuerfte kinie gartis dazu - ein heiden spass!

eine tuerkisblaue lagune umrandet von palmen mit ner klasse schwingseileinrichtung - vorsicht, suchtgefahr vorprogrammiert! ob beim tubing oder an jedem beliebigen tuempel - die laoten lieben es tarzan mit spektakulaerem absprung ins wasser zu imitieren. meine wenigkeit brachte immerhin eine ordentlich "popoechenbombe" zustande, die mir das sitzen die weitern 2 tage leicht erschwerte.


eins noch: wie freuen und selbstverstaendlich riesig ueber jedes neue kommentar - aber seid doch so gut und kritzelt euren namen drunter, so erspart ihr uns laengeres gruebeln.

Sonntag, 4. November 2007

wir haben doch keine zeit...

...erste regel in laos: immer schoen viel zeit mitbringen. man muss bedenken dass die gepaeckstuecke eines durchschnittslaoten auf einer boots- bzw. busreise des oefteren etwas groessere dimensionen annehmen und diese objekte muessen ja schliesslich erstmal sicher auf dem jeweiligen verkehrsmittel verstaut werden. und das kann dauern und dauern und dauern...jedoch immer wieder lustig bus zu fahren mit dem gedanken, drei stehende motorroller auf dem dach zu haben. ist diese ladeprozedur dann endlich beendet, kann der bus voll mit passagieren beladen werden, um dann mit der kompletten besatzung zusammen erstmal zur werkstatt zu fahren. naja, sicher ist ja schliesslich sicher und so ein routinecheck bei dem reifen gewechselt werden und abgefallene spiegel wieder angeschraubt, beruhigt auf jeden fall das gewissen so mancher touristen.

ich denke hierfuer bedarf es nicht vieler worte. mir waere es auch nicht moeglich die landschaftliche schoenheit dieses landes in worte zu fassen.

laotische goetter in der regenanbetungspose. womit wir gleich beim thema waeren. in unserer ersten laotischen woche wurden wir leider von "kaelte" und sehr viel regen ueberrascht. ob es nun an den goettern lag, oder einfach an der tatsache das sich die regenzeit dieses jahr ein wenig im datum geirrt hat, wir wissen es nicht. aber kein grund zur schadenfreude, wir haben das schlechtwettertief ueberstanden und bruzeln schon wieder in der sonne.

ein tempel, unser reisefuehrer und ich. die perfekte kombination. ohne unseren "stefan loose" waeren wir in jeder lebenslage absolut aufgeschmissen. wo uebernachten? was essen? welchen tempel? und vor allem, wie kommen wir dahin??? ich weiss ueberhaupt nicht wie wir es ueberhaupt geschafft haben unser bisheriges leben zu bewaeltigen ohne unseren kleinen orangenen personal assistent.


meiner ansicht nach der schoenste tempel bisher, auch wenn er auf den ersten blick nicht so ins auge sticht wie die buddhistischen durchschnittstempel. dieses gebetshaeuschen ist wohl eines der gruende weshalb sich die stadt luang prabang zum weltkulturerben zaehlen darf.

schoene frau, schoene landschaft. was braucht man mehr zum glueck?

richtig. zwei schoene frauen inmitten einer traumhaften landschaft. auf beiden bildern seht ihr luang prabang von oben und ihr koennt uns glauben, um diesen einzigartigen blick zu ergattern mussten wir ganz schoene strapazen auf uns nehmen. ich werde wahrscheinlich nie verstehen weshalb asiatische treppenstufen immer so unglaublich hoch sein muessen, vor allem wenn man bedenkt dass die koerpergroesse eines normalo-asiaten die meine kaum ueberschreitet.

wir haben ja bisher schon einige wasserfaelle bestaunt, aber wir sind jedes mal wieder aufs neue beeindruckt. dieses wasserspektakel hier zieht sich mitten durch einen wald und haetten die laoten mal weniger regenanbetungsgoetter aufgestellt, dann waere das bad in diesem kritall-gruenen wasser fuer die zwei anspruchsvollen maedels wohl noch erfreulicher ausgefallen.